Conni Ruff
 
   

 
 

Gutes und schlechtes Leben, glückliches und unglückliches Leben, das, was dem Leben zu- bzw. abträglich ist, das Maß des Lebens und seiner Komponenten und das Leben selbst, - wo all dies erklärt wird, das nennt man Ayurveda.
(Caraka-Samhita, Sutrasthanam 30.84)


Ayurveda – das Wissen vom langen Leben - ist die älteste Lebenswissenschaft, deren Ursprung aus Indien kommend mehr als 5000 Jahren zurückliegt, wobei seine Lehren zeitlos und universell gelten. Der Ayurveda basiert auf holistischem Denken und berührt jeden Aspekt des Lebens von der Empfängnis bis zum Tod. Ayurveda gilt als Ursprung aller Weltmedizinen, daher ist uns durchaus das ein oder andere längst vertraut und bekannt.

Das übergeordnete Ziel des Ayurveda ist es, die Gesundheit des Gesunden zu erhalten und die Krankheit des Kranken zu heilen. Dabei geht man immer vom Zustand der Gesundheit (svastha) aus und wie man diesen erreichen und behalten kann. Therapeuten behandeln nie nur ein Symptom, sondern immer den ganzen Menschen.

Alles, was wir in der Natur finden, spiegelt sich auch in uns Menschen wider, da wir nach Ayurvedischer Lehre ein Abbild davon sind. Unsere Anatomie finden wir in den 5 Elementen, den Bausteinen des Lebens - Raum/Äther, Luft, Feuer, Wasser, Erde. Über unsere Sinnesorgane stehen wir im Austausch mit der uns umgebenden Natur. So verwundert es auch nicht, dass jedem Element ein Sinnesorgan zugeordnet ist. z.B. Feuer – stellt unseren Stoffwechsel dar, das Sinnesorgan sind unsere Augen. Aus diesen natürlichen Elementen leiten sich die drei Doshas – drei grundlegende Funktionsprinzipien ab, die auf körperlicher und geistiger Ebene im Ayurveda beschrieben werden. Diese Doshas – Vata, Pitta und Kapha, bestimmen unsere Konstitution, die wir in individuellen Anteilen alle in uns tragen. Somit ist jeder Mensch einzigartig und unsere Konstitution ist ein Schlüssel dazu.
Wir finden die Prinzipien, die Doshas ebenfalls in unserem Tages-, Jahres- und Lebenszyklus wieder.

Der Ayurveda beschreibt Nahrungsmittel nicht über allgemeine Nährstoffprofile, sondern über ihren Geschmack vor und nach der Verdauung, ihre thermische Wirkung und ihre Eigenschaften. Somit können Pflanzen, Gewürze, Gemüse, allgemein Nahrung ganz gezielt eingesetzt oder eben weggelassen werden um einen Zustand zu verändern.
Die speziellen Wirkungen der 6 Rasas – Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb), sowie deren Wirkung auf Agni, unserer Verdauungskraft sind wesentlich für unser Wohlbefinden.

Die Regeln oder besser die Ayurvedischen Prinzipien sind einfache und unkomplizierte Orientierungen, die sich in jeden Alltag und Familie integrieren lassen.

Dieses Wissen führt maßgeblich zu mehr Lebensenergie, körperlichem und emotionalem Wohlbefinden und Gesundheit.
Am Anfang einer ayurvedischen Lebensweise oder Behandlung steht meist eine Konstitutionsbestimmung und Diagnose. Aufbauend auf diese Erkenntnis wird ein persönlicher Behandlungs- und Strategieplan erarbeitet und empfohlen.

   
 
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